Das Palais am Festungsgraben

Palais am Festungsgraben

 

Lage

Das Palais am Festungsgraben, gelegen zwischen der Humboldt-Universität und dem Deutschen Historischen Museum (ehem. Zeughaus) etwas zurückgesetzt hinter der Neuen Wache, gehört zur Reihe der Prachtbauten am Boulevard Unter den Linden. Das Palais ist eines der repräsentativsten Bauwerke in der historischen Mitte. Es befindet sich im Besitz des Landes Berlin.

 

Vorgeschichte

Den dreigeschossigen spätklassizistischen Bau des heutigen Palais mit dorischem Säulenvorbau und Balkon errichtete 1751‑1753 Christian Friedrich Feldmann auf dem Terrain des Leibgardebollwerks der Festungs­anlage. Das Grundstück hatte der König per Order dem Kammerdiener Johann Gottfried Donner übertragen. Dieser bezog mit der Familie seiner Tochter das Erd- und Sockelgeschoß und betrieb mit dem Schwiegersohn auf dem Hof einen Holzhandel.

 

Nachdem die königliche Finanzverwaltung 1794 das Hôtel Donner gekauft hatte, dienten die oberen Räume als Dienstwohnung für den Preußischen Finanzminister und von 1804 bis 1807 für dessen Nachfolger Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein. 1808 wurde das Haus auch Amtssitz des Preußischen Finanz­ministeriums. 1934 wurde im Erdgeschoß der von Schinkel gestaltete Saal des abgerissenen Weydinger­hauses (Unterwasserstraße) eingebaut.

 

Gebäude und Historische Säle

Das Palais am Festungsgraben besitzt neben dem zentralen Gebäudeteil zwei Flügel, die auf der Rückseite des Gebäudes einen engen Hof bilden. Während der Ostflügel nach Osten abknickt und in einer Halbrotunde endet, ist der Westflügel kürzer und öffnet sich an seinem Ende in zwei Terrassen zum Garten. Eine versetzte Fortführung erfährt der Westflügel durch das sich unmittelbar anschließende Maxim Gorki Theater.

 

Das Gebäude besitzt drei Stockwerke und ist komplett unterkellert. Die Bruttogeschossfläche beträgt je etwa 1.200m²; davon sind etwa 800m² Nutzfläche, insgesamt also ca. 2.400m². Von dieser werden etwa 400m² durch die historischen Säle und das Theater und ca. 500m² durch andere Funktionsräume eingenommen, sodass etwa 1.500m² für Büros verbleiben.

 

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